Die Traditionelle Chinesische Medizin

 

„Fließt die Lebensenergie Qi

und sind Yin und Yang in Harmonie,
herrscht Gesundheit.
Stagniert das Qi und ist das Gleichgewicht gestört,

herrscht Krankheit.“

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist eine ganzheitliche und nach der Natur orientierte Medizin. Sie wurzelt in der daoistischen Philosophie. 

Sie beruht auf dem Fließen der Lebensenergie Qi und der Harmonie von Yin und Yang und den 5 Wandlungsphasen (Elementen). Sie kennt keine Trennung von Körper, Seele und Geist und betrachtet den Menschen als Ganzes. Auch bei körperlichen Beschwerden schwingt die Seele mit. Anhaltende Verspannungen und innere Unruhe können Bewegungsmangel aber auch eine Stagnation, innere Spannungen oder Stress als Ursache haben.

Jedes Organ hat einen festen materiellen, aber auch einen geistig-seelischen Anteil und ist mit den anderen Organen und mit unterschiedlichen Gewebeschichten miteinander verbunden. So sind die Nieren z. B. auch mit dem Herz, der Blase, den Ohren, den Beinen, den Knochen, der Emotion Angst sowie mit dem Knochenmark und dem Gehirn verbunden.

Die Ursprünge reichen ca. 5000 Jahre zurück. Das erste schriftliche Gesamtwerk, das Huang di Nei Jing, das 300 Jahre v. Chr. erschienen ist, ist bis heute gültig und wird bis heute vertieft. Im grundlegenden Werk behandelt der legendäre gelbe Kaiser Huangdi im Gespräch mit seinem Meister Qi Bo alle wichtigen diagnostischen und therapeutischen Themen: den Einfluss der Ernährung und der Lebensführung auf die Gesundheit, die Heilkraft der Kräuter, die Akupunktur, die Lehre der Leitbahnen, Atem- und Bewegungslehre, Massage, Wärmeanwendungen, den Einfluss der Natur, die Funktion und die Behandlung der inneren Organe und anderes mehr. 

Kann das Qi frei und ungehindert fließen und sind Yin und Yang in Harmonie, herrscht Gesundheit. Krankheit wird als eine Störung dieser Harmonie betrachtet. Gesundheit und Krankheit sind zwei Pole eines Kontinuums, in dem sich der Mensch hin- und her bewegt. 

Normalerweise reguliert der Organismus alle seine Funktionen selbst und strebt danach, Yin und Yang in einem harmonischen Gleichgewicht zu erhalten. Herrscht Harmonie zeigen sich keine manifesten Krankheiten. Der Mensch kann als gesund bezeichnet werden. Aber langanhaltende störende innere (Emotionen) oder äußere Einflüsse (Wetter, Klima) können Disharmonien hervorbringen. Diese werden bis zu einer individuellen Grenze vom Organismus toleriert, darüber hinaus gehende Abweichungen, die nicht mehr kompensiert werden können, führen langfristig zu Krankheitssymptomen. Über die Jahre können sie schließlich zu einer manifesten Erkrankung, d. h. zu einer Störung der Harmonie, führen.

 

Die Behandlung zielt darauf ab, das Qi zu stärken, zum Fließen zu bringen und die Harmonie von Yin und Yang herzustellen. Dadurch werden die natürlichen Regulationsvorgänge und Selbstheilungskräfte des Organismus angeregt.

In der TCM genießt der Gedanke der Krankheitsvorbeugung (Prophylaxe) einen sehr hohen Stellenwert. Denn vorbeugen ist bekanntlich besser als Heilen. Schließlich ist die Gesundheit ein sehr kostbares Gut. Lange bevor eine Krankheit manifest wird, zeigt sich schon eine energetische Störung. Die beste Heilung für Krankheit ist in diesem Sinne, sie gar nicht erst aufkommen zu lassen und Vorsorge  und Gesundheitspflege zu betreiben. Dazu braucht es einen gewissen Grad an Bewusstheit und die Bereitschaft zur Selbstverantwortung. In diesem Sinne solltest du auf deinen Körper hören und seine Signale ernst nehmen.

Qigong, die typgerechte Ernährung und die Akupunktmeridianmassage sind zur Vorbeugung und zur Unterstützung bestens geeignet.